Den zimmere ich mit Schmackes in die Ecke

28.Feb.2013 von scaadmin Bild des Benutzers scaadmin

Das letzte Spiel der Saison 2012 fand für die SC AH beim „Ortsrivalen“ SV 08 in der Degelsdorfer Straße statt.     

(Norbert Rauch) Unparteiischer dieser Partie war, wie bei den letzten Begegnungen zuvor, unser allseits beliebter und „Auswärtsschiedsrichter“ Rudi Schwindl, der wohl mit Abstand das ruhigste und harmonischste Derby seiner fast 50-jährigen Pfeifkarriere geleitet hat und er weder die geringsten Anfeindungen seiner Person noch seines beweglichen Untersatzes hinnehmen musste.

Nachdem sich der Nebel verzogen hatte, wurde das Spiel pünktlich um 16 Uhr bei strahlendem Sonnenschein angepfiffen. Mit einigen personellen Ausfällen, vor und während des Spiels, konnten die SCler die Partie von Beginn bis zum Ende ausgeglichen und offen gestalten. Die Gastgeber mit leichten Vorteilen im Mittelfeld, konnten ihre Stürmer jedoch nicht so in Szene setzen wie gewollt, so dass irgendeine Gefahr für die Gäste vom Jahnweg daraus entstand. Das Abwehrbollwerk mit Strittmatter, Schober und Lutz war dieses Mal hellwach und ließen kaum Chancen zu. Ein Fehlpass der Knappen im Mittelfeld, ermöglichte den Hausherren auf der linken Seite einen Angriff, der kurz vor der Strafraumgrenze jäh gestoppt wurde.

Der anschließende Freistoß, welcher nicht sonderlich platziert getreten war, flutschte dem Schlussmann der Gäste durch die Lappen. Statt diese mit Wasser anzufeuchten, hat er sie vorher wohl mit „Staucherfett“ präpariert. Es stand 1 : 0. Das Spiel plätscherte bis zur Halbzeit noch ein wenig hin und her, als Klinner von „Totti“ Haberberger mit einem sog. tödlichen Pass bedient wurde, er sich sogleich dachte, den zimmere ich mit „Schmackes“ in die Ecke. Doch mit einem Male klemmte urplötzlich der Beinnerv so stark, dass aus dem gewollten Hammer ein „Rheumaball“ wurde, der nach Verlassen des Fußes nur noch ein paar Grashälmchen umknickte. Kopfschüttelnd in Richtung Boden über den nicht gescheit getroffenen Ball und der Blick der Mitspieler zum Himmel, waren aussagekräftig genug. 

Die zweite Halbzeit knüpfte an die erste an. Das Spiel begann lasch, es fehlte die Würze, jedoch kam bei einigen Gästeakteuren ein wenig mehr Bewegung ins Spiel nach vorne. Mit guten Szenen konnte man sich sehr gute Möglichkeiten durch Grellner, Klinner und Dörfler herausspielen, die zwar das Tor sahen, jedoch nicht trafen. Eine weitere Möglichkeit in der 55. Spielminute bot sich Dörfler mit einem Zuspiel aus dem Mittelfeld an, der einen Gegner aussteigen ließ, aus ca. 20 m aufs Tor hielt und den 1 : 1 Ausgleich erzielte.

Die nächsten 15 Minuten galten den „Verbalaktivisten“, die einige Sprechattacken hüben wie drüben auf ihre Mitspieler losließen, egal ob berechtigt oder unberechtigt. Gemeinte Personen signalisierten sogleich das Zeichen zur Auswechslung. Diesem Wunsch kam man aber nicht nach, zumindest nicht bei den Gästen.

Das nächste Verbalhighlight setzte aber ein Anderer… Rudi S aus A setzte sich folgendermaßen in Szene: Als sich ein SC Spieler auf Höhe der Mittellinie recht breit machte und sich mit Händen und Ellenbogen gegenüber einem SVler körperlich Platz verschaffte, hagelte es für diese Aktion von der Seitenlinie des „SV-Lagers“ postum heftige Proteste. Dies quittierte der Refereé mit überaus höflicher Wortwahl und unter Wahrung der Etikette den „Bankdrückern“ mit folgendem Satz: „Halts enger Maal, vurhin hod Oana vo eich a die Hend dra’ghabt u i hob a ned pfiffm!“  Selbst die SVler konnten sich nach dieser Verbalaktion das Lachen nicht verkneifen. 

Außer einigen Fehlpässen und Mittelfeldgeplänkel passierte in diesem Spiel nicht mehr viel. Schiri Schwindl hatte keinerlei Veranlassung gehabt, in die Nachspielzeit zu gehen, pfiff zur Freude aller Beteiligten und nachdem der Nebel auch wieder aufzog, auf die Sekunde ab.   Die Saison 2012 endet, die Saison startet wieder im Frühjahr 2013